Christin Marx gewinnt Deutsche Meisterschaften im "Mensch ärgere Dich nicht" 2026
Eine Schlagzeile in der Presse, die in der Laufszene kaum für Verwunderung gesorgt hätte, ist Christin Marx vom TSV Dresden doch jahrzehntelang als Lokalmatadorin des Laufsports in Sachsen und auch darüber hinaus bekannt. Welches Rennen, auch als Seniorin, hätte sie nicht gewonnen? Und nun ist die Sportstadt Dohna dran: bereits zum vierten Mal fand am 17. Januar 2026 die offizielle Deutsche Meisterschaft im Mensch-Ärgere-Dich-Nicht (MÄDN) statt. Schirmherr war der ebenfalls mitspielende Bürgermeister Dr. Ralf Müller. Auch Politprominenz wagte sich an die Würfel. Rund 200 Spielbegeisterte hatten sich bereits im Sommer zum Turnier angemeldet, darunter auch einige Kinder. Nach vier Tagen war die Meldeliste geschlossen.
Welche Muskeln und wie Glücksmomente mitspielen, durfte Marx am eigenen Leib erfahren. Ins Halbfinale schaffte sie es mit 15 Punkten aus der Vorrunde, erzielt in 4 Spielen über je 25 Minuten, zusammen mit den Gruppensiegern und den Punktbesten, die bis zu 19 Punkte gesammelt hatten. Jeder Spielgewinn bringt 5 Punkte, sofern es keinen Gleichstand der Gewinner gibt. In der Vorrunde gab es 9 Teilnehmer mit 15 Punkten und 2 Spielgewinnen, aber für sie standen nur vier Spielplätze im Halbfinale zur Verfügung. Aufgrund dieses Gleichstands war eine „schnelle Runde“ zu würfeln, bei der jeweils die Anzahl der Züge über die 40 Spielfelder gezählt wurden. Schon dieses Stechen war überaus spannend. Marx nahm es gelassen und selbstbewusst – und qualifizierte sich für das Halbfinale.
Sechszehn Halbfinalisten traten an vier Tischen gegeneinander an. Wieder wurde 25 Minuten lang gewürfelt, gesprungen, gespurtet, geworfen, eingelocht. Es qualifizierten sich die Sieger jedes Tisches für das Finale am großen Spieltisch. Jetzt wurde es heiß und die Luft knisterte, maximale Spannung durchzog den Raum. Kurz vor dem Paukenschlag im Handumdrehen: Christin Marx würfelte eine Zwei und komplettierte ihr Haus. Das Nachsehen hatte Jannik Schneider, der ihr dicht auf den Fersen war. Als Vizemeister kam auch er zu verdienten Ehren. Dritte auf dem Siegertreppchen wurde Oana Unger, und den vierten Platz belegte Oliver Stein vom Team Thiendorf. Bei den Kindern belegte Emily Weinert vom Team Thiendorf den ersten Platz. Weitere Informationen finden sich unter https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/wuerfel-krimi-in-dohna-dresdnerin-holt-sich-den-meistertitel/
Dem Turnier vorausgegangen waren ein lockerer „Konzentrationslauf“ und eine geführte Walking-Runde über rund 7 km, begleitet von erfahrenen Läufern des MSV Meusegast. Danach gab es Plinsen mit Apfelmus, Wiener Würstchen, Glühwein und Kaffee. Somit war für eine meisterschaftliche Wohlfühlatmosphäre bestens gesorgt. An dieser Stelle sei dem Organisationsteam der Stadt Dohna, der Marie-Curie-Oberschule und den Helfern des MSV Meusegast herzlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt. Auch im nächsten Jahr wird die Deutsche Meisterschaft im MÄDN in Dohna ausgerichtet, Anmeldungen sind ab der Dohnaer Hofnacht Ende Juli möglich.
25 Jahre MSV Meusegast
Anlässlich dieses Jubiläums lud der Vorstand seine Mitglieder zu einem Abendessen in den Kastanienhof ein. Der 1. Vorsitzende Andreas Burow reflektierte kurz die Vereinsgründung in seinem Wohnzimmer und wie es dazu kam. Allerhand Laufveranstaltungen hatte er seitdem initiiert, so nach dem verheerenden Hochwasser den Müglitztallauf und auch den Adventslauf, feste Größen in den Laufkalendern der Region. Eingeladen war auch der Geschäftsführer des Kreissportbundes Julian Schiebe. Er übernahm die Ehrung der Vereinsmitglieder Andrea Burow (Ehrenplakette) und Karsten Porth (Ehrennadel) für verdienten ehrenamtlichen Einsatz für den Breitensport. Nach einem Glühweinempfang am Lagerfeuer und einem leckeren Buffet im Restaurant fand der Abend Zuspruch in gelebter Gemeinschaft und Geselligkeit.
Kai-Uwe Ulrich
Pressewart MSV Meusegast