Bericht von der Vereinsfahrt - Kai-Uwe

MSV Meusegast feiert Jubiläum mit Wochenend-Ausflug zum See

 

Wie und wo der MSV vor 25 Jahren gegründet wurde, war bereits zu lesen. Nun galt es, dieses Jubiläum aus-/losgelassen zu feiern. Nach intensiver Suche war ein Hotel gefunden, das mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugte: das Seehotel Großräschen, am gleichnamigen See gelegen. Halbpension, Getränke zum Essen, ein Begrüßungskuchen, Sauna und geräumige Zimmer (mit Seeblick) – alles inbegriffen. Was will ein Sportler mehr? Klar, Wohlfühl-Massage (Angebote wurden ausprobiert), Halbtageswanderung (Umrundung des Restsees des ehemaligen Tagebaus Meuro), Eisbaden (ein Muss für unsere unverfrorenen Eisbader), Ratespaß, Spieleabend und Kulturbeiträge – hier war privates Engagement aller Vereinsmitglieder willkommen.

Die Aktivitäten wurden gut angenommen. Von den 27 Teilnehmenden entschied sich die eine (größere) Hälfte für die lange Wanderung ohne Einkehrmöglichkeit, die andere Hälfte für die kürzere Wanderung nach Freienhufen, wo im Gasthof "Zum Dorfkrug" eine vorzügliche Soljanka zum Aufwärmen gerne angenommen wurde. Bei der eisigen Wanderung rund um den Großräschener See begeisterten uns Kormorane auf dem See, und der begehbare, etwa 200 m lange Verbindungstunnel am Kanal zum Sedlitzer See, der im Juli gemeinsam mit dem geschaffenen Seenverbund auch für den Bootsverkehr eröffnet wird. Eine Rast mit Glühwein-Ausschank (dem edlen Spender Frank gebührt eine heißer Dank) am Denkmal der Förderbrücke auf der Reppister Höhe, wo auch die Stelen für die sieben geräumten Dörfer aufgestellt sind, unterbrach den Fußmarsch nur kurz. Es war einfach zu kalt zum Ausruhen. Das „Schiff“ unweit vom Seehafen mit seinem orangebraunen Hafenwasser (Kai-Uwe erklärte den Teilnehmern die Ursachen dafür) bot eine respektable Aussicht auf den gesamten See und die absolvierte Wanderstrecke.

Nach dem gewohnt schmackhaften und reichhaltigen Abendbuffet teilte Petra das Aufgabenblatt für das Ostfriesen-Abitur aus. Es hatte nur vier Aufgaben, aber für die anerkannten Lösungen mussten wir gehörig ostfriesisch „um die Waterkant“ denken, was nicht jedem auf Anhieb gelang. Bonusfrage: Wie heißt der Stadtteil in Ostfriesland, in dem jeder Südwind aus Norden weht?

Zum Kulturabend waren namhafte Persönlichkeiten angesagt: Heinz Erhard erzählte noch’n Gedicht, Emil Steinberger parodierte die Polizei und einen Hochzeitsgruß, Achim Achilles las Läufer-Geschichten aus seinem Buch „Keine Gnade für die Wade“, und Gerd nahm uns mit auf eine poetische Reise zu den Finanzbehörden und ins Bankengewerbe. Es war ein lustiger Abend, der angesichts der frühen Sperrstunde in den Etagen-Sitzecken seinen spirituellen Ausklang fand.

Den Sonntag-Morgen ließen die meisten gemütlich angehen, und wir genossen das Frühstücksbuffet quasi zum Brunchen. Zum Abschluss wurde dem Organisatoren-Team sowie den Initiatoren des Vereinsausflugs, Familie Burow, für ihr Engagement mit großem Zuspruch gedankt. Allseits wurde eine Wiederholung gewünscht – nach weniger als 25 weiteren Vereinsjahren.

 

Kai-Uwe Ulrich

 

Pressewart MSV Meusegast